Esther Strauß

(✶1986) ist Performance- und Sprachkünstlerin. 2015 schläft und träumt Strauß auf Anna Freuds psychoanalytischer Couch im Sigmund Freud Museum London. 2016 hebt sie das Grab ihres Großvaters mit den Händen aus und wäscht sich mit der Erde, die sein Zuhause ist. 2020 legt Strauß ihren Namen ab, um ein Jahr lang den Namen von Marie Blum zu tragen, die 1943 im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau auf die Welt gekommen und dort am dritten Tag ihres Lebens ermordet worden ist. In der Nacherzählung ihrer Performances in Galerien und Büchern setzt Strauß gezielt Lücken und Geheimnisse ein; das, was ihre Performances verbergen, ist ebenso wichtig, wie das, was sie preisgeben.

2005 – 2011: Studium an den Kunstuniversitäten Linz und Bristol, Abschluss mit Diplomen in Performance und Kulturwissenschaften. Seither Performances, Ausstellungen und Labore unter anderem im Sigmund Freud Museum London, Perdu Amsterdam, Fabbrica del Vapore Mailand, Albertina Wien, La Marelle Marseille. Mehrere Preise, zuletzt: Theodor Körner Preis 2020 und LENTOS Award 2018. Seit 2015 lehrt Strauß Sprachkunst an der Kunstuniversität Linz. Die Künstlerin lebt und forscht in Wien, Linz, London, den Bergen, im Gehen.

Preise

  • 2020    Theodor Körner Preis
  • 2018    Kunstpreis LENTOS Freunde
  • 2018    Förderpreis für zeitgenössische Kunst Land Tirol
  • 2016    Hilde Zach Stipendium
  • 2014    RLB Förderpreis
  • 2006    Tiroler Jugendliteraturpreis
  • 2005    1. Preis beim Redewettbewerb „Mauthausen – und heute?“
  • Ausstellungen

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